Vertrauliche Dokumente
lokal anonymisieren
Für Dokumente, die niemals einen fremden Server sehen dürfen. Pseudonymisierung nach schweizerischem Justizstandard,
vollständig lokal auf Ihrem Rechner.
Vorher und Nachher
Eine Mandatsseite vor und nach der Bearbeitung. Ohne strukturelle Anonymisierung bleibt der Originaltext rekonstruierbar.
Mit Privalex One ist er entfernt.
Funktionsumfang
Vier Bausteine, die manuelle Schwärzung ersetzen.
Automatisiert, mit Begründung pro Treffer und ohne dass Mandatsdaten den Rechner verlassen.
Automatische Erkennung
Die Software identifiziert Personennamen, Adressen, AHV-Nummern, Geburtsdaten, Aktenzeichen und Gesundheitsdaten, mit Begründung pro Treffer.
Pseudonymisierung nach Justizstandard
«Maria Müller» wird konsistent zu «A.________», überall im Dokument. Standardform aus Schweizer Gerichtsentscheiden, alternativ klassische schwarze Balken.
Vollständig lokal
PDF-Verarbeitung im Browser, Sprachmodell auf Ihrem Mac (Ollama). Keine Cloud, kein Server, keine Datenpreisgabe.
Echte Schwärzung
Text-Layer wird physisch entfernt. Kein Copy-Paste der ursprünglichen Daten möglich. Compliance-tauglich.
Drei messbare Garantien
Architektur, nicht Versprechen. Im Default-Modus per Definition wahr.
«Mandatsdaten, die den Rechner nie verlassen,
können auch nie offenbart werden.»
Ablauf
Drei Schritte vom Original zum anonymisierten Dokument.
Keine Cloud, kein API-Roundtrip, keine Vorab-Registrierung.
PDF einwerfen
Drag-and-Drop ins Browserfenster. Die Datei wird lokal gerendert und verlässt Ihren Rechner nicht.
Lokale Analyse
Lokales Sprachmodell (qwen2.5) findet alle Personendaten in 30 bis 60 Sekunden, mit Begründung pro Treffer.
Prüfen & Exportieren
Vorschläge per Häkchen freigeben oder ablehnen. Geschwärztes oder pseudonymisiertes PDF herunterladen.
Sicherheitsmodell
Schwärzung wirkt einfach. Was technisch zurückbleibt, ist es nicht.
Sechs Schwachstellen, gegen die Privalex One systematisch entwickelt wurde.
Versteckte Inhalte unter dem schwarzen Balken
Viele Tools überdecken den Text nur visuell. Textebene, eingebettete Annotationen, Metadaten und frühere Dokumentversionen bleiben in der Datei. Privalex One entfernt sie beim Export physisch.
OCR und Volltextsuche durch die Gegenpartei
Geschwärzte Seiten werden vor dem Export als Bild neu gerendert und ohne Textebene eingebettet. Texterkennung, Copy-Paste und Volltextsuche liefern auf diesen Stellen keinen Treffer, auch nicht mit forensischen Werkzeugen.
Inkonsistente Anonymisierung über mehrere Seiten
Wiederkehrende Namen, Aktenzeichen und Beträge werden über Seiten und Anhänge hinweg identisch pseudonymisiert. «Maria Müller» bleibt «A.________», auch im Folgeschriftsatz und in der Beilage.
Mandatsdaten als KI-Trainingsmaterial
Im Default-Modus erreichen Ihre Dokumente weder Anthropic noch OpenAI noch einen Privalex-Server. Was wir nie sehen, können wir nicht trainieren, nicht weiterverkaufen, nicht herausgeben.
Blackbox-Entscheidungen der KI
Jede Schwärzung wird vor dem Export einzeln angezeigt, mit Kategorie und Begründung pro Treffer. Sie geben jeden Vorschlag manuell frei oder verwerfen ihn. Das Modell schwärzt nichts autonom.
Versehentliche Offenbarung in heiklen Verfahren
Konzipiert für Gerichtsakten, Strafverteidigung, M&A-Due-Diligence, Compliance-Berichte und interne Untersuchungen. Dort, wo eine fehlerhafte Schwärzung berufsrechtlich oder vertraglich teuer wird.
Warum lokal
Sobald ein Dokument Ihre Infrastruktur verlässt, geben Sie technische Kontrolle ab über fünf Punkte:
- Speicherung
- Logging
- Telemetrie
- Modelltraining
- Drittzugriffe
Privalex One verarbeitet Dokumente ausschliesslich lokal. Diese fünf Kontrollpunkte bleiben damit vollständig in Ihrer Hand.
Rechtlicher Rahmen
Fünf Schweizer Pflichten, durch Architektur erfüllt. Nicht durch Marketing-Aussagen oder Auftragsverarbeitungsverträge.
Berufsgeheimnis
Mandatsdaten dürfen weder an Dritte noch an Hilfspersonen offenbart werden. Bei Privalex One verlassen die Inhalte den Rechner nicht. Es liegt damit keine Offenbarung i.S.v. Art. 321 Ziff. 1 StGB vor, auch nicht über eine technische Hilfsperson.
Anwaltliches Berufsgeheimnis
Das BGFA-Geheimnis verlangt zusätzlich angemessene technische und organisatorische Massnahmen (Art. 12 lit. a BGFA). Lokale Verarbeitung mit lokalem Sprachmodell erfüllt diesen Standard, ohne dass eine Auftragsbearbeitung mit einem Cloud-Anbieter eingegangen werden muss.
Keine Auftragsbearbeitung
Cloud-Anbieter und externe KI-Provider werden bei Mandatsdatenbearbeitung zu Auftragsbearbeitern. Daraus folgen Vertragspflichten, Sorgfaltsanforderungen und Haftungsrisiko der Anwältin. Im Default-Modus existiert diese Konstellation bei Privalex One nicht.
Privacy by Design und Datensicherheit
Das revidierte DSG verlangt Datenschutz durch Technikgestaltung. Bei besonders schützenswerten Personendaten nach Art. 5 lit. c revDSG (Gesundheit, Strafverfahren, religiöse Überzeugung) gelten verschärfte Anforderungen. Lokale Verarbeitung erfüllt beide Pflichten architektonisch, nicht durch organisatorische Zusicherungen.
Kein Datenexport ins Ausland
Übermittlungen an US-Anbieter setzen ein angemessenes Datenschutzniveau, eine DPF-Zertifizierung oder zusätzliche Garantien voraus. Bei lokaler Verarbeitung entfällt die gesamte Drittstaatenprüfung samt Dokumentationspflicht.
Diese Aussagen gelten für den Default-Modus mit lokalem Ollama-Modell. Bei optionaler Nutzung der Anthropic Claude API verlassen die zur Verarbeitung gesendeten Inhalte den Rechner. Diese Wahl liegt bei der Nutzerin und ist für mandatsbezogene Dokumente nicht empfohlen. Vgl. zur Reichweite des anwaltlichen Berufsgeheimnisses BGE 150 IV 470 vom 6. August 2024 (Schutz erstreckt sich auf sämtliche berufstypischen Tätigkeiten, einschliesslich Sachverhaltsabklärung).
Was Privalex One bewusst nicht tut
Eine Software ist auch durch das definiert, was sie weglässt. Vier Designentscheidungen, die wir nicht relativieren.
Es gibt keinen Privalex-Server, auf dem Ihre PDFs liegen könnten. Wir betreiben keinen.
Wir messen weder, wie oft Sie die Anwendung öffnen, noch welche Funktionen Sie nutzen. Die App ruft uns nicht an.
Kein Sign-up, keine E-Mail-Verifizierung, keine Session-Cookies. Datei einwerfen, Datei herunterladen.
Updates erhalten Sie als signierte Datei. Sie kontrollieren, was wann auf welchem Gerät installiert wird.
Für sensible Verfahren entwickelt
Wo eine fehlerhafte Anonymisierung berufsrechtliche, vertragliche oder strafrechtliche Folgen hat.
Häufige Fragen
Die Fragen, die Anwältinnen und Anwälte uns regelmässig stellen.
Werden Mandatsdaten an Anthropic, OpenAI oder andere Cloud-Anbieter übertragen?
Nein. Im Default-Modus läuft das KI-Modell vollständig lokal auf Ihrem Mac (Ollama mit Modell qwen2.5:7b). Es besteht keine Netzwerkverbindung zu Drittanbietern. Optional können Sie auf die Anthropic Claude API umschalten. Dann werden Inhalte direkt an Anthropic übertragen. Diesen Modus empfehlen wir nur für nicht-mandatsbezogene Dokumente.
Wo werden die Original-PDFs gespeichert?
Nirgends. Die Verarbeitung findet im Browser-Speicher Ihres Geräts statt. Wenn Sie die Anwendung schliessen, sind alle Daten verschwunden. Wir können auch dann nicht auf sie zugreifen, weil sie nie unseren Server erreicht haben.
Was sieht das KI-Modell konkret?
Das lokale Modell erhält den extrahierten Text Ihres PDFs als Input und liefert eine JSON-Liste mit Schwärzungs-Vorschlägen zurück. Da das Modell auf Ihrem Rechner läuft, bleibt der Text auf Ihrem Rechner. Kein Anbieter (auch wir nicht) sieht die Inhalte.
Werden die Schwärzungen automatisch angewendet?
Nein. Das Modell schlägt Schwärzungen vor. Sie bestätigen jeden einzelnen Vorschlag manuell per Häkchen. Sie können zusätzlich eigene Begriffe markieren oder per Lasso-Werkzeug freihändig schwärzen. Die volle Kontrolle bleibt bei Ihnen.
Sind die Schwärzungen «echt», oder kann man sie wegklicken?
Echt. Beim Export werden die Seiten als Bild neu gerendert, die Schwärzungen eingebrannt und das Ergebnis als PDF zurückgespeichert. Der ursprüngliche Text-Layer wird physisch entfernt. Es ist kein Copy-Paste der ursprünglichen Daten möglich, auch nicht mit forensischen Tools.
Welche Systemvoraussetzungen?
Aktuell: Mac mit installiertem Ollama (gratis) und gepulltem Modell qwen2.5:7b (~4.7 GB). Browser: aktueller Chrome, Safari oder Firefox. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung erhalten Sie mit dem Beta-Zugang.
Was kostet Privalex One?
Während der Closed Beta kostenlos. Über das Lizenzmodell danach informieren wir Beta-Nutzerinnen und Beta-Nutzer rechtzeitig. Wir streben ein faires Kanzlei-Preismodell an, das für Einzelanwältinnen ebenso erschwinglich ist wie für grössere Kanzleien.
Verbleibt mit der Nutzung von Privalex One eine datenschutzrechtliche Verantwortung bei der Anwältin?
Ja. Die Anwältin bleibt im Sinne von Art. 5 lit. j revDSG Verantwortliche für die Bearbeitung der Mandatsdaten. Privalex One ist ein Werkzeug, kein Auftragsbearbeiter. Die Software erhält keine Daten und kann keine Bearbeitung im fremden Auftrag vornehmen. Die Wahl der Werkzeuge und die Einhaltung der berufsrechtlichen Pflichten liegen weiterhin in der Verantwortung der Anwältin.
Wer steckt hinter Privalex One?
Privalex One wird in der Schweiz entwickelt. Kontakt und Verantwortlichkeit finden Sie im Impressum.
Kontakt
Bei Interesse an einer Pilotnutzung oder einer Demo melden Sie sich unter folgender Adresse.